| Kolumne: Sex im Altersheim |
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Vor einigen Wochen titelte eine große Berliner Zeitung –ich arbeite als Hure im Altersheim-. Da die Story dann ordentlich ausgeschlachtet wurde, sorry „Thema in allen Facetten beleuchtet wurde“ begann eine Diskussion um ein Tabuthema. Sex im Altersheim. Für mich ist das ganz ehrlich eine schlimme Vorstellung im prenekrophilen Alter, gefesselt von der eigenen Schwerkraft, noch die Phantasien von vor 40 Jahren ausleben zu wollen und dazu dann auch noch die Dienste einer Hostess in Anspruch zu nehmen, die bei genauerer Betrachtung durchaus meine Enkelin sein könnte. Was uns postpubertären Mitteleuropäer Angst macht, ist dann vielleicht auch weniger die Vorstellung des wo und wann, sondern ehr die des“ Wie kann ich das bezahlen?“. Denn neben der halbillegalen Beschaffung der blauen Wunderpille muss ja dann auch noch das passende Gegenstück gefunden werden. Und wenn, „gottlob“ man(n) dann auch noch verheiratet sein möge, kann man ja längst nicht mehr davon ausgehen, dass mit der eigenen Frau Gemahlin jenseits der 80 noch was läuft. Und bei der derzeitigen Rentendiskussion sollten wir froh sein im hohen Alter noch ein Dach über den Kopf zu haben. Aber genug in die Zukunft geschaut, es geht ja nicht um die Sorgen, des „Was wird in 20-30-40 Jahren sein“ sondern vielmehr um die karrierefreundlich Altlastenentsorgung der Opis, die zur Entlastung der Familien gern in Altersheimen abgeschoben werden und nun wieder im Frühling das kribbeln in der Lendenspitze spüren. Opa hat seinen zweiten Frühling, wird das Pflegepersonal tuscheln, wenn der senil-debile Greis mal versucht, der einen oder anderen Pflegerin an den Gluteus Maximus zu greifen und dann verschmitzt aus seinem zahnlosen Mund lächelt, während sich das junge Ding erschrocken darüber empört. Wenn das der zweite Frühling ist, dann ist das wohl ehr der zweite Aufguss... Keine besonders schöne Vorstellung, haben wir doch von Erotik ein anderes Bild im Kopf. Aber wie gut, dass es da Frauen wie Yasmin gibt, die ungehemmt alte Lustgreise in ihren bescheidenen vier Wänden besuchen um mit ihnen eine kleine Reise in den 7. Himmel zu machen, bevor diese dann früher oder später ihre letzte Reise antreten. In welchen Himmel das sein wird, kann ich nicht sagen. Respekt vor solchen Frauen wie Yasmin, die bestimmt nicht nur ihren Job macht, sondern auch Tabus überwindet und den betagten Herren im Spätherbst nochmal die frische Briese des Frühlings spüren lassen. Wir werden alle älter und werden uns vielleicht am Ende unsere Tage wünschen, dass eine Yasmin, Julia oder Claudia in unserem Zimmer empfangen zu können um mit ihr nochmal die Lust zu spüren….
Danke Yasmin |






